Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Der Rede wert für Oktober, 2007.
22.10.2007 von Sandra Strüwing.
Das verstehe wer will. Auf ihrer außerordentlichen Hauptversammlung lässt sich die EADS heute eine Führungsreform genehmigen mit dem Ziel, damit die Transparenz zu erhöhen. Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Doch wie glaubwürdig wirkt diese vermeintliche Offenheit, wenn das Unternehmen gleichzeitig Journalisten von den Aktionären abschirmt und Aktionären nur die Fragen genehmigt, die opportun erscheinen und nicht die, die sie beschäftigen? Die Ausführungen, spröde abgelesen, beschränken sich auf die anstehenden Regularien. Nur ein kurzer Hinweis auf die aktuelle Berichterstattung in den Medien. Die Hauptversammlung, eine unangenehme Pflicht, die man schnell über die Bühne kriegen will. Dass alles glatt geht, dafür sorgen die Stimmen der Großaktionäre.
Für jedermann nachzuvollziehen per Audio- oder Videocast im Internet: auf englisch, deutsch, französisch und spanisch. Zu viel der Transparenz, wenn man eigentlich gar nichts sagen will.
Lesenswert dazu:
“Keine Journalisten, bitte” von Simon Hage auf manager-magazin.de
“Insider-Versammlung” von Simon Hage auf manager-magazin.de
“EADS schirmt Hauptversammlung von Presse ab” von Gerhard Hegmann auf ftd.de
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16.10.2007 von Sandra Strüwing.
Martialische Kampfrhetorik ist in der Wirtschaftssprache von heute so verbreitet, dass sie sich gerne unbemerkt einschleicht. Unternehmen rekrutieren Personal, liefern sich Übernahmeschlachten und Preiskämpfe, sind für die Zukunft gut gerüstet und gewappnet, stellen ihre Truppen schlagkräftig auf, sagen dem Wettbewerb den Kampf an und holen zum Angriff aus. Sie gehen strategisch und taktisch vor, wenn sie an vorderster Front ihre Marktanteile verteidigen oder neue Märkte erobern. Wer Worte als Waffe benutzt, wirkt aggressiv, provoziert und darf sich über die Reaktion nicht wundern. Verbale Attacken fordern Wortgefechte geradezu heraus.
Ein Wortgefecht eigener Art liefern sich derzeit die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer (GDL). Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, sind sich die beiden Tarifparteien uneins darüber, ob sie beim nächsten Treffen miteinander “verhandeln” oder nur “sprechen” wollen.
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14.10.2007 von Sandra Strüwing.
Herzlichen Glückwunsch an Alex Stehlig und sein Team! Dem Fahrzeugingenieur und “seinem” DTM-Rennfahrer Mattias Ekström reichte heute beim spannenden Finale auf dem Hockenheimring ein dritter Platz für den Meistertitel. Über die enge Beziehung zwischen den beiden Motorsportprofis (“Vertraut wie ein altes Ehepaar”), über Strategie und Planung auf der Rennstrecke, über High Speed und Arbeiten unter Druck referiert Alex auch auf Kunden- und Mitarbeiterveranstaltungen. Als Motorsport-Laie war ich fasziniert von dem, was er zu erzählen hatte: Nichts geht eben über ein eingespieltes Team, in dem jeder genau weiß, was er/sie zu tun hat und wofür er/sie verantwortlich ist.
Und jetzt noch der Werbeblock:
Buchen kann man Alex über die Referentenagentur Sales Motion, einen meiner Kunden.
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13.10.2007 von Sandra Strüwing.
Gestern sprach Bundespräsident Horst Köhler auf der Meisterfeier der Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg. Sein Grußwort war meisterhaft recherchiert und geschrieben.
Als kleine Kostprobe der Redeeinstieg:
“Mit dem Wort Meister verbindet jeder etwas. Der eine denkt an die alten Meister im Museum, der nächste an den Fußballmeister und wieder ein anderer vielleicht sogar an den Meisterdieb. Eines haben alle Meister gemeinsam: Sie gehören zu den Besten vom Fach.”
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11.10.2007 von Sandra Strüwing.
Ein amerikanischer Professor bringt deutsche Studenten aller Fächer während der Semesterferien freiwillig dazu, eine eineinhalbstündige Vorlesung in englischer Sprache zu hören. Die “last lecture” von Randy Pausch ist Kult. Binnen weniger Tage laden sie Millionen von Menschen aus dem Internet herunter. Zahlreiche Medien vom Wallstreet Journal bis zum Spiegel berichten über das riesige Echo, das die Vorlesung hervorruft.
Nicht nur was Pausch zu sagen hat, sondern vor allem wie er es sagt, beeindruckt die Menschen. “Last lectures” sind eine Tradition, die viele Universitäten in den USA pflegen. Professoren gestalten eine Vorlesung, als wäre es die letzte ihres Lebens. Als Pausch zu seiner “last lecture” antritt, ist das wörtlich zu nehmen: Der 46-Jährige ist totkrank und hat nicht mehr lange zu leben.
“Really achieving your childhood dreams”, so das Thema der bemerkenswerten Vorlesung. Nicht weniger beeindruckend: die einführenden Worte von Pauschs Freund, Steve Seabolt, Manager beim Computerspiele-Hersteller Electronic Arts. Beide zeigen, wie redegewandt und humorvoll Akademiker und Führungskräfte in der Wirtschaft sein können. Daran dürfen wir uns in Deutschland ein Beispiel nehmen.
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10.10.2007 von Sandra Strüwing.
Am 19. Oktober 2007 startet der schriftliche Management-Lehrgang “Ihr Leitfaden zur Hauptversammlung” bei Euroforum. Eine der zehn Lektionen stammt aus meiner Feder: “Die Rede des Vorstands”. Weitere Infos dazu in der Broschüre “Ihr Leitfaden zur Hauptversammlung” oder auf der Website von Euroforum.
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8.10.2007 von Sandra Strüwing.
… auf meinem Blog “Der Rede wert”. Eine gute Rede ist Gold wert - das wissen alle, die häufig vor Publikum sprechen. Der Redner kann sich mit ihr profilieren und sein Publikum begeistern.
Während der letzten Wochen habe ich mich intensiv mit der Vorstandsrede auf der Hauptversammlung börsennotierter Unternehmen beschäftigt. Dort wird besonders deutlich, dass eine Rede sogar über Kapital entscheidet. Gut, wer da mit Redekünsten wuchern kann.
Dieser Blog sammelt und kommentiert alles über Reden, was für mich der Rede wert ist. Wer mitreden will, ist herzlich dazu eingeladen.
Sandra Strüwing
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