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12.9.2009 von Sandra Strüwing.
Der beste politische Redner im Bundestagswahlkampf? Laut einer Analyse des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) brilliert Guido Westerwelle mit klarer Struktur, klarer, einprägsamer Sprache, originellen Bildern und nachvollziehbarer Argumentation vor Angela Merkel und Oskar Lafontaine.
Nach Beobachtungen der Redenschreiber übt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Methode des Storytelling und hat sich einen neuen Rede-Stil angeeignet, der von Erzählungen , privaten Geschichten und Zahlen in gut dosierten Mengen geprägt sei.
Herausforderer Frank-Walter Steinmeier wirke kompetent und suche die thematische Auseinandersetzung. Seine Schwäche: zu wenig Struktur und teilweise zu viele Floskeln.
Oskar Lafontaine attestiert die Analyse kämpferische Reden, die er vor allem bei Wahlkundgebungen ausspielt und die stets die Gefahr von Demagogie bergen.
Weitere Infos enthält die Pressemitteilung des VRdS sowie ein Interview der Süddeutschen Zeitung mit Vazrik Bazil, Leiter der Studie und Vorstandsmitglied des Verbands.
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12.9.2009 von Sandra Strüwing.
Die Süddeutsche Zeitung begleitete Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg während des Wahlkampfs durch bayerische Bierzelte und enthüllt die acht goldenen Regeln seiner Redekunst:
Und hier eine Bilderstrecke dazu.
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28.11.2007 von Sandra Strüwing.
Publikumsschelte scheint derzeit zum “guten Ton” zu gehören - zumindest pflegen Manager von Fußballvereinen diesen Sport auf ihren Jahreshauptversammlungen.
Nachdem er sich Kritik anhören musste, rastet Uli Hoeneß vom FC Bayern aus und beschimpft voller Wut die eigenen Fans: „Die Scheißstimmung, für die seid ihr doch zuständig und nicht wir. Es kann nicht sein, dass wir uns jahrelang den Arsch aufreißen und dann so kritisiert werden. Was glaubt ihr denn, wer ihr seid?“ (der Stern bringt die Wutrede im O-Ton) Mit einem offenen Brief versucht der Verein nach dieser Verbalattacke zu retten, was zu retten ist.
Auch Walter Seinsch, Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg, wählt auf der Jahreshauptversammlung markige und derbe Worte (siehe Augsburger Allgemeine). Forenschreiber, die im Internet ihre Meinung äußern, bezeichnet er als “Arschlöcher”, die Fans stellt er lapidar vor die Wahl: “Welchen Fußball wollt ihr in Augsburg? Einen italienischen FCA, mit Kriminalität und Mord, einen englischen FCA, einen Chelsea-FCA, wo ein Großkopferter regiert? Ihr seid der FCA, ihr entscheidet, und wenn es euch nicht passt, was mir machen, dann wählt uns ab.”
Einen Überblick über Wutreden, die aufhorchen ließen, liefert Spiegel Online.
Eines müssen sich die Fußballer jedenfalls nicht vorwerfen lassen: dass es auf ihren Hauptversammlungen langweilig zugehe. Doch auch wenn man sich auf den Hauptversammlungen börsennotierter Aktiengesellschaften in Deutschland manchmal ein wenig mehr davon wünscht, an ihnen sollten sie sich kein Beispiel nehmen.
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16.10.2007 von Sandra Strüwing.
Martialische Kampfrhetorik ist in der Wirtschaftssprache von heute so verbreitet, dass sie sich gerne unbemerkt einschleicht. Unternehmen rekrutieren Personal, liefern sich Übernahmeschlachten und Preiskämpfe, sind für die Zukunft gut gerüstet und gewappnet, stellen ihre Truppen schlagkräftig auf, sagen dem Wettbewerb den Kampf an und holen zum Angriff aus. Sie gehen strategisch und taktisch vor, wenn sie an vorderster Front ihre Marktanteile verteidigen oder neue Märkte erobern. Wer Worte als Waffe benutzt, wirkt aggressiv, provoziert und darf sich über die Reaktion nicht wundern. Verbale Attacken fordern Wortgefechte geradezu heraus.
Ein Wortgefecht eigener Art liefern sich derzeit die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer (GDL). Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, sind sich die beiden Tarifparteien uneins darüber, ob sie beim nächsten Treffen miteinander “verhandeln” oder nur “sprechen” wollen.
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